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MENORCA - CIUTADELLA

Kultur und Geschichte

Ciudadella hat ihre historische Herkunft von den Kartagern, welche die Stadt während mehrerer Jahrhunderte bewohnten. Im Jahr 123 v. Chr, eroberte Quintus Cecilius Metellus die Balearen für Rom, machte Ciudadella zur römische Stadt; und nach deren Christianisierung wurde sie zum Bischofssitz erklärt.

Ab Ende des 7. Jahrhunderts verübten die Araber mehrere Überfälle und Zerstörungen, obwohl ihre vollständige Eroberung erst im 10. Jahrhundert stattfand. Nach der Zurückeroberung durch Alfonso, den Liberalen im Jahre 1287, erlebte die Stadt eine grosse Entwicklung, die drei Jahrhunderte lang anhält.
Die Herrschaft der spanischen Krone endete im Jahre 1708. In diesem Jahr wurde die Insel durch die englische Flotte des Erzherzogs Karl von Österreich erobert. Das Abkommen von Utrecht von 1713 bestätigte die englische Eroberung und Ciudadella verlor den Titel einer Hauptstadt. Die danach folgende französische Eroberung (1756-1763) bedeutete einen sehr wichtigen kulturellen Einfluss und Zugang zu den in Europa herrschenden Gedanken.

Danach kam es zu einer zweiten englischen Eroberung und diese hielt an bis zum 19. Jahrhundert, - man kann sagen Ciudadella erwachte. Die Industrie von Modeschmuck und Schuhen verhalf zu neuem Glanz und aktivierte die Ökonomie mit vielen kleinen Industrien. Die Haupteinnahmequelle heute ist der Turismus und all die neuen Aktivitäten, die dieser Sektor mitbringt.

Monumente.

a) Son Catlar. Ein prehistorisches Dorf welches bis auf die Pretalaiótische Zeit zurückzuführen ist. Es ist das einzige Dorf der Balearen, das seine spektakuläre über 800 m lange Mauer (welche das ganze Dorf umschliesst ) vollständig erhalten hat. Im Dorfesinneren kann man Überreste der "taula" (zwei Felsen in T-form aufeinander gesetzt), fünf talaiots und verschiede Räumen sehen.
Sie können das Dorf ca. 8 km südlich von Ciudadella finden. Nehmen Sie die Strasse Son Saura, der Eintritt ist frei.


b) Naveta des Tudons. Bei diesem megalitischen Monument, dem meistbekanntesten der Balearischen Inseln, handelt es sich um eine Grabstätte vom Ende der Pretalaiótischen Epoche (Bronzezeit). Es hat die Form eines umgekehrten Schiffes und bei seiner Konstruktion wurden grosse Steinblöcke verwendet . In seinem Inneren findet man eine doppelte Tür und zwei übereinander liegende Räume. Es war ein Gemeinschaftsgrab und wurde als Begräbnisplatz benutzt. In den Fünziger Jahren des letzten Jahrhundert wurde er ausgegraben und restauriert.

c) Torretrencada. Prehistorisches Dorf, welches bis zum Ende der Römerzeit bestand und von dem man heute noch "la taula", ein Talaiot, mehrere künstliche in den Felsboden gegrabenen Höhlen und einige Felsengräber, möglicherweise aus der Zeit des hohen Mittelalters, sehen kann. "La taula" ist eine der schönsten der Insel und wird noch von einer Säule gestützt. Sie finden Torretrencada ca 7 km von Ciudadella entfernt auf dem alten Weg nach Mahón, der Eintritt ist frei.

d) Torrellafuda. Prehistorisches Dorf, durch seinen Standpunkt von grosser landschaftlicher Schönheit. Man kann ein talaiot, eine Höhle, eine taula (mit natürlicher Vegetation überwachsen) und einige Häuserreste sehen. Das Dorf, das bis Ende der Römerzeit bewohnt war, bewhrt heute noch Teil seiner Stadtmauer.
Zu sehen ist Torrellafuda am Kilometerstein 37 der Hauptstrasse von Mahón nach Ciudadella, der Eintritt ist frei.

e) Burg des Stankt Nicolau. Sie befindet sich am Eingang des Hafens von Ciudadella und wurde Ende des 17. Jahrhunderts erbaut um die Stadt vor Überfällen, aus Richtung des Meeres, zu schützen. Es ist ein pyramidenförmiger Turm mit achteckigem Boden, aus Sandstein erbaut. In seinem Inneren befindet sich eine Plattform für die Artellerie und darüber ein kleinerer Beobachtungsturm. Sie finden die Burg am Platz "Admiral Ferragut" von Ciudadella und der Eintritt ist frei.

f) Die Kathedrale von Menorca. Diese gotische Kirche wurde zu Ehren der Jungfrau Maria, von Alfonso III, dem Liberalen nach der Eroberung Menorcas im Jahre 1287, gegründet. Sie wurde während des gesamten 14. Jahrhunderts am selben Ort der muslimischen Mezquita erbaut. Die Kirche hat ein einziges Hauptschiff mit mehreren Nebenkapellen, welche Zeugen der verschiedenen historischen Momente und artistischen Stile sind. Besonders hervorzuheben ist die Kapelle "de las Ánimas" welche im Jahre 1670 erbaut wurde und eines der interessantesten Beispiele barrocker Kunst auf der Insel ist.
Zu finden ist die Kathedrale am "Plaza de la Catedral de Ciudadella" und ihr Eintritt ist frei.

g) Cala Morell. Talaiótische Necropolis mit vierzehn in Fels geschlagene Höhlen an einem kleinen Abhang. Es wurde von der vor-talaiótischen Epoche bis zum 2. Jahrhundert nach Christus als Friedhof benutzt.
Einige der Höhlen haben interessante arquitektonische Elemente, wie z. B. Säulen und Pfeiler, Höhenunterschiede und Verputz mit geformten Türen und kleinen Innenhöfen. Sie finden Cala Morell in der Urbanization "Cala Morell" und ihr Eintritt ist frei.

Museen:

a) Städtisches Museum von Ciudadella del Bastió de Sa font. Museum der Geschichte von Ciudadella. Hier vor allem zu beachten die Säle der Vorgeschichte, der Antike, Antropologie und auch Ausstellungen der heutigen Zeit. Ausserdem finden Sie hier bemerkenswerte Fünde aus den Höhlen von Cárritx und Mussol: Objekte aus Holz und Knochen, menschliches Haar, Menschen- und Tierfiguren aus Holz. Das Museum befindet sich auf dem Platz "sa Font de Ciudadella.

b) Diözesisches Museum von Menorca. Es befindet sich im antiken Kloster von San Agustin de Ciudadella, ein wichtiger arquitektonischer Bau des 17. Jahrhundert, besonders sehnswert sind sein Kreuz-Säulengang mit mächtigen Pfeilern und seiner Kirche im herrerianischen Stil. Im Museum sind eine interessante arqueologische Ausstellung, eine Kollektion an Malerei aus dem 18. Jahrhundert und eine Anzahl an lithurgischen Objekten und religiöser Goldschmiedekunst der Kirche Menorcas aus dem 17. Jahrhundert zu sehen. Sie finden das Museum in der calle del seminario en Ciudadella.

c) Haus-Museum des Malers Torrent. Kleines Museum im antiken Kern von Ciudadella, dem lokalen Maler José Torrent (Ciudadella 1904 - 1990) gewidmet, wo eine Anzahl von etwa Hundert seiner schönsten Werke der verschiedenen Etapen des Malers und diverse private Objekte ausgestellt sind und man gleichzeitig Information über sein Leben erfahren kann. Seine Malerei entwickelte sich vom Impressionismus seiner jungen Jahre bis zum Expressionismus seines Alters. Seine so persönliche Darstellung der Landschaft Menorcas und sein Umgang mit den Farben haben ihm den Spitznamen "menorquinischer Van Gogh" eingebracht. Das Museum befindet sich in calle de san Rafael, 11 in Ciudadella und der Eintritt ist frei.

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